Bedburg geht erste internationale Städtepartnerschaft ein

Veröffentlicht am: 17.12.2020

Unterzeichnung Städtepartnerschaft Pardes Hannah Karkur Mit ihrer Unterschrift auf der offiziellen Urkunde besiegelten Bürgermeisterin Hagar Perry Yagur und Bürgermeister Sascha Solbach am 16. Dezember 2020 im Rahmen einer virtuellen Feierstunde die erste internationale Städtepartnerschaft Bedburgs mit dem israelischen Pardes Hannah Karkur. Die neue Verbindung ermöglicht künftig einen kulturellen, sozialen und auch fachlichen Austausch im Bereich der Schulen, Vereine, Verwaltung und lokalen Wirtschaft mit den Menschen der 43.000 Einwohner großen Stadt im Bezirk Haifa im Nordwesten Israels.

   

Die bereits existierende innerdeutsche Partnerschaft mit der Stadt Vetschau wird somit um eine internationale Vernetzung ergänzt. Zukünftig könnte sich daraus mitunter sogar eine Ringpartnerschaft entwickeln. Zusammen mit den BürgerInnen möchte die Stadt Bedburg mit der neuen Städtepartnerschaft zu einer offenen, toleranten und zukunftsorientierten Gesellschaft beitragen und ihre demokratischen Werte betonen.

  

„Gemeinsam wollen wir mit Pardes Hannah Karkur in dieser schwierigen Zeit ein Signal für die Zukunft setzen. Die Welt wird sich wieder verändern und wir wollen sie für unsere Städte mit interkulturellen und internationalen Begegnungen und Projekten vielfältig und bunt gestalten. Mit der Städtepartnerschaft möchten wir die Solidarität zwischen den Menschen stärken, persönliche Beziehungen sollen entstehen und damit das Verständnis füreinander wachsen. Von diesem neuen interkulturellen Dialog werden alle BedburgerInnen profitieren“, so Bürgermeister Sascha Solbach.

   

Unterzeichnung Städtepartnerschaft Pardes Hannah Karkur Die neue Städtepartnerschaft entstand aus einem persönlichen Kontakt in die israelische Region. Auf einer Reise zu seinen Wurzeln besuchte der Israeli Yossi Meiri gemeinsam mit seiner Frau Efrat, Tochter Noam und den Söhnen Lior und Omer im Frühjahr 2019 Bedburg. VertreterInnen der Stadtverwaltung und des Bedburger Geschichtsvereins führten die Gäste u. a. durch das alte Bedburger Rathaus in der Friedrich-Wilhelm-Straße 43. Hier lebten einst Meiris Urgroßeltern Hermann Franken und Frieda Stein, die dort einen Landhandel betrieben. Seine Großmutter Bertha Franken hatte hier ihre Kindheit verbracht. 1939 floh siemit ihrer Familie nach Israel, nachdem die Nationalsozialisten in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 ihr Haus und Vermögen beschlagnahmt hatten.

     

Aus dem Besuch der Familie Meiri entstand der beidseitige Wunsch, die Beziehungen miteinander zu vertiefen. Yossi Meiri, der selbst aus Pardes Hannah Karkur kommt, traf sich kurzerhand mit VertreterInnen des dortigen Stadtrates und Bürgermeisterin Hagar Perry Yagur, die von der Idee begeistert waren – die ersten Schritte in Richtung Städtepartnerschaft waren gemacht.

   

Bereits im Sommer 2019 knüpfte die Stadt Bedburg mit der Teilnahme am Startup-Projekt „#startupnation to Mittelstand“ der Firma STARTPLATZ aus Köln erste Kontakte nach Israel. Das Programm verbindet israelische Top-Startups mit mittelständischen Unternehmen aus dem Rheinland.

  

Unterzeichnung Städtepartnerschaft Pardes Hannah Karkur Pardes Hannah Karkur - Stadtinformationen

 
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