Ehemalige Zuckerfabrik Bedburg - Innovatives Zukunftsquartier im Rheinischen Revier

Veröffentlicht am: 09.03.2021

                                                                                               
Ehemalige Zuckerfabrik Bedburg_Foto Sascha Solbach
Auf dem über 200.000 Quadratmeter großen Areal der Ehemaligen Zuckerfabrik entsteht ein innovatives Wohn- und Gewerbequartier mit Gastronomie-, Wellness-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Ärztehaus, Grundschule, Kindergarten, Spielplätzen, Radwegen, Parkanlagen und diversen Einkaufsmöglichkeiten. Domus Immobilien AG und Sybac Solar Immobilien GmbH beginnen jetzt nach mehrjähriger Planung mit dem Erdaushub des Geländes. Der Grundausbau mit Baustraßen und Kanalisation soll voraussichtlich im nächsten Herbst beginnen. Der Bau des gesamten Areals wird bis Ende 2024 über 4 bis 5 Bauabschnitte erfolgen.
     

Bürgermeister Sascha Solbach: „Kreativität, Mut, Professionalität und dabei den Blick nach vorne richten – das sind die wichtigsten Voraussetzungen, um im Strukturwandel bestehen zu können. Wir sind an vielen Stellen der Stadt sehr innovativ unterwegs, doch dieses Quartier hat definitiv Leuchtturmcharakter in Sachen Wohnrauminnovationen. Mir ist besonders wichtig, dass die Investoren und damit unsere Partner bei diesem Projekt von Anfang an gezeigt haben, dass es uns bei dem Quartier darum geht, die Tradition und Geschichte unserer Stadt in diesen hochmodernen Platz zu integrieren und damit Teil des Ganzen werden zu lassen. Wir schaffen damit in Bedburg erneut viel Wohnraum mit hoher Lebensqualität für unterschiedliche Zielgruppen – das heißt konkret: es wird ein Quartier für alle.“



     

Ehemalige Zuckerfabrik Bedburg_Foto Florian Funken Florian Funken, Vorstand von Domus: „Wir sind froh, ein solch zukunftsweisendes Quartier, das sich von den klassischen deutschen Reihenhaussiedlungen durch die Vielfalt an Wohn- und Erlebnismöglichkeiten abhebt, in und mit der Stadt Bedburg umsetzen zu können. Durch die Kombination des möglichst autofreien Konzepts in den Wohngebieten mit den belebten öffentlichen Bereichen mit Plätzen, Restaurants, Geschäften und Kino schaffen wir einen vielfältigen neuen Stadtteil mit direkter Anbindung an die Innenstadt und den Bahnhof. Hier kann der Lebenspunkt liegen, mitten im Grünen und trotzdem unweit von Köln und Düsseldorf.“
   
Im Quartier soll eine zukunftssichere und ökologische Energieversorgung aufgebaut werden, welche einen größtmöglichen Einsatz von lokalen erneuerbaren Energiequellen vorsieht. Jürgen Schiffels von Sybac und gleichzeitig Projektpartner von Domus: „Es ist toll, dass wir mit verschiedenen Anbietern über innovative Versorgungskonzepte für das neue Areal sprechen konnten. Umso mehr freut es uns, dass wir uns für die Zusammenarbeit mit der E.ON Energy Solutions GmbH in diesem Projekt entschieden haben, welche bereits ein überzeugendes Konzept für die in der Entstehung befindliche Ressourcenschutzsiedlung Bedburg-Kaster ausgearbeitet hat. Zusammen wollen wir ähnliche innovative Versorgungskonzepte und Dienstleistungen den zukünftigen Kunden im Quartier Ehemalige Zuckerfabrik Bedburg zu attraktiven Preisen anbieten und damit auch aktiv auf die Klimaschutzziele der Stadt Bedburg einwirken.“
   


Christian Rautenberg von Sybac ergänzt: „Wir als Initiator und Entwickler des Projektes haben stets die ökonomischen und ökologischen Aspekte im Blick. Nachhaltiges Denken zahlt sich immer aus. Wir bedanken uns für das Vertrauen beim Stadtrat und der Stadt Bedburg. Den Mut der Entscheider, ein so großes Projekt zu begleiten, möchten wir mit guter und ansprechender Gestaltung honorieren. In 30 Jahren sollen sich die Menschen noch immer an dem Zeitgeist und den Innovationen der Planung erfreuen.“
   
Das Energieversorgungskonzept soll zunächst im Rahmen einer Machbarkeitsstudie gemäß dem Förderprogramm „Wärmenetze 4.0“ entwickelt werden. Der Bau der Energieversorgung wird voraussichtlich im 1. Quartal 2022 beginnen. Neben einem innovativen Eisspeicherkonzept, wird der Einsatz von regionalen (Umwelt-) Energiequellen untersucht. Angedacht ist die Direktanbindung einer Freiflächen-Photothermieanlage, die in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Quartier entstehen soll. Darüber hinaus soll lokale Windenergie- und Umweltwärmenutzung sowie eine mögliche Wasserstoffintegration das Gesamtkonzept abrunden.
   
Zudem wird das Quartier mit Ladelösungen für Elektroautos ausgestattet. Das Herzstück bildet jedoch ein digitales Quartiersmanagement. Dieses vernetzt die Energieverbraucher und -erzeuger im Quartier, verarbeitet sämtliche Prozessdaten und optimiert auf diese Weise die Versorgung.
   
Ehemalige Zuckerfabrik Bedburg_Foto Katherina Reiche




Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, der als Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter in Nordrhein-Westfalen operierenden Tochtergesellschaft des E.ON-Konzerns: „Unser Anspruch ist, für das Quartier eine möglichst CO2-optimierte und regionale Energieversorgung umzusetzen. Das soll den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers eine hohe Wohnqualität und damit Lebensqualität sichern und gleichzeitig auf die kommunalen Klimaschutzziele der Region einzahlen. Bedburg ist bei der Umgestaltung der ehemaligen Zuckerfabrik und bei unserem gemeinsamen Projekt SmartQuart Vorreiter bei der Erprobung und Umsetzung zukunftsgerichteter Energiekonzepte. Damit nimmt Bedburg eine Vorbildrolle für innovative Quartiere in ganz Deutschland ein.“ 
   





Ehemalige Zuckerfabrik Bedburg_Foto Christoph Dammermann


    
    
Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann: „Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik entsteht ein Quartier, das neue Maßstäbe für den Strukturwandel und die Wärmewende setzen kann. Investoren und Energieversorger setzen auf eine klimaneutrale Energieversorgung und eine intelligente Vernetzung. Hier wird in eindrucksvoller Weise gezeigt, wie eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende gelingen kann. Die urbane Infrastruktur, kombiniert mit nachhaltigen, urbanen Energielösungen, zeigt auf, wie im Rahmen des Strukturwandels nicht nur Wohnraum, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen werden können. Das freut mich persönlich sehr – und trägt dazu bei, Nordrhein-Westfalen als modernen und umweltfreundlichen Energie- und Wirtschaftsstandort zu stärken.“






Grafik Domus Immobilien AG
Grafik E.ON

 
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